Rechnet sich das kleine Gerät? Preisauszeichner, Versiegelungsgerät und Zange durchkalkuliert

25 August 2026

Rechnet sich das kleine Gerät? Preisauszeichner, Versiegelungsgerät und Zange durchkalkuliert

Du packst gerade die sechzigste Bestellung der Woche und merkst, dass du bei jedem Karton dasselbe machst: Klebeband von der Rolle ziehen, mit dem Daumen abreißen, einen Preis mit einem Filzstift auf einen Aufkleber schreiben. Pro Paket kostet das vielleicht zehn Sekunden extra. Bei sechzig Paketen pro Woche sind das zehn Minuten; über ein Jahr summiert sich das auf fast neun Stunden – nur fürs Abreißen und Schreiben.

An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob sich so ein kleines Gerät im Regal lohnt. Im Folgenden erfährst du für jedes Werkzeug, was es kostet, wo der Nutzen liegt und ab welchem Volumen es sich bezahlt macht. Rechne mit deinen eigenen Mengen, denn die sind wichtiger als der Preis.

Die Rechnung, die du einmal machst

Die Anschaffung amortisiert sich auf zwei Arten: Du sparst Zeit oder Material. Für die Zeitersparnis brauchst du nur drei Zahlen.

  1. Was kostet eine Stunde deiner eigenen oder der Arbeitszeit deines Mitarbeiters? Wähle einen Betrag, mit dem du dich wohlfühlst, zum Beispiel 25 Euro.
  2. Wie viele Sekunden spart das Gerät pro Arbeitsschritt? Miss es einmal mit deinem Handy, statt zu schätzen.
  3. Wie viele Arbeitsschritte erledigst du pro Woche?

Eine Ersparnis von zehn Sekunden pro Artikel bei hundert Artikeln pro Woche sind gut 16 Minuten. Bei 25 Euro pro Stunde sind das fast 7 Euro pro Woche – eine Anschaffung für 25 Euro hat sich also nach vier Wochen bezahlt gemacht. Bei fünfzehn Artikeln pro Woche dauert es fast ein halbes Jahr. Dasselbe Gerät, eine ganz andere Antwort.

Werkzeug Preis Wo der Nutzen liegt
Preisauszeichner ab € 24,95 Zeit pro ausgepreistem Artikel
Siegelgerät € 79,95 Zeit und ein sauberer Verschluss
Lochzange € 49,95 Arbeit, die du sonst auslagerst oder auslässt
Klebebandabroller ab € 6,00 Sekunden pro Karton, weniger verschwendetes Klebeband

Preise etikettieren: Hier spielt der Preisauszeichner seine Stärken aus

Ein Preisauszeichner ist das klassische Beispiel für ein Werkzeug, das sich schnell bezahlt macht, weil du es pro Artikel und nicht pro Bestellung verwendest. Wer einen Stand, ein Geschäft oder ein Lager mit einzelnen Artikeln hat, zeichnet damit auf einen Schlag Hunderte Stücke aus.

Der rote Preisauszeichner MX-5500 mit 5500 Etiketten und 2 Farbrollen kostet € 24,95. Dasselbe Gerät gibt es auch in Blau als Preisauszeichner mit 5500 Etiketten und 3 Farbrollen für € 24,95. Wenn du gleich für Jahre vorsorgen möchtest, gibt es den Preisauszeichner MX-5500 mit 50.000 weißen Preisetiketten für € 59,95.

Diese beiden Optionen sind einen Vergleich wert. Kaufst du das Gerät für € 24,95 und füllst den Vorrat mit neun Packungen weißen Preisetiketten für den Preisauszeichner MX-5500, 5000 Stück zu je € 9,95 auf, kommst du auf € 114,50 für etwa 50.500 Etiketten. Das Paket für € 59,95 enthält ungefähr dieselbe Menge. Wenn du sicher bist, dass du so viele Etiketten verbrauchst, ist das große Set die günstigste Wahl. Wenn du dir nicht sicher bist, fang klein an.

Vergiss das Verbrauchsmaterial nicht. Eine nachfüllbare Farbrolle für die Preisauszeichner MX-5500 und V-5500 kostet € 2,95. Für Aktionen oder Farbcodes gibt es außerdem Preisetiketten in 6 Farben, 500 Stück für € 2,95. Leg dir immer eine Ersatzfarbrolle dazu: Ohne Farbe kommt deine gesamte Preisauszeichnung zum Stillstand.

Tüten und Beutel verschließen: das Siegelgerät

Das manuelle Siegelgerät für € 79,95 ist die teuerste Anschaffung in dieser Auswahl und damit auch der Kauf, bei dem du am genauesten rechnen solltest. Es ist interessant, wenn du Produkte selbst abfüllst oder bündelst und die Tüte nicht mit einer Klammer oder einem Aufkleber verschließen möchtest: Ein versiegelter Beutel zeigt, dass unterwegs niemand hineingegriffen hat.

Rechne hier nicht nur mit Zeit, sondern auch mit Retouren und Beschwerden. Wenn ein versiegelter Beutel dir pro Jahr eine Handvoll Diskussionen nach dem Motto „Die Tüte war offen“ erspart, zählt das ebenfalls. Denk aber an das passende Verbrauchsmaterial: hitzebeständiges PTFE-Klebeband mit Klebstoff, 10 Meter kostet € 19,95 und ist für Siegelgeräte und andere Anwendungen bei hohen Temperaturen gedacht.

Wenn du nur ein paar Beutel pro Woche verschließt, ist das Versiegeln Luxus. Dann kommst du mit einem guten Verschluss und einem Siegel weiter.

Schneiden, Lochen und Nieten: kleines Werkzeug, schneller Nutzen

Die günstigste Zeitersparnis steckt oft in Werkzeugen für ein paar Euro. Ein Set mit 8 Universalmessern kostet € 4,95, und Kinzo-Cuttermesser, 3 Stück kosten € 1,95. Das ist so wenig, dass sich die Rechnung kaum lohnt: Leg an jeden Arbeitsplatz eines, statt es gemeinsam zu benutzen. Ein praktischer Mittelweg ist der Farbradierer und Universalmesser 2-in-1 für € 5,95.

Teurer wird es bei Werkzeug, das du nur gelegentlich brauchst. Eine T-förmige Lochzange mit den Maßen 6 x 10 x 30 mm kostet € 49,95, die Nietzange mit 5 mm inklusive 100 Nieten € 40,00. Solches Werkzeug kaufst du nicht wegen der Geschwindigkeit, sondern weil es etwas ermöglicht: Etiketten und Kärtchen selbst fertigzustellen, statt sie fertig zu bestellen. Vergleiche deshalb mit den Kosten fürs Auslagern und nicht mit deinem Stundenlohn.

Klebeband und Abroller: die niedrigste Einstiegshürde überhaupt

Von allen Anschaffungen in diesem Artikel ist ein Abroller die einfachste. Ein Klebebandabroller mit den Maßen 17 x 7 x 7,2 cm kostet € 6,00, der Kinzo-Klebebandabroller mit 2 Rollen € 9,95. Zwei bis drei Sekunden pro Karton, dazu weniger Klebeband, das du schief abziehst und wegwirfst.

Die Materialersparnis hängt von der Packungsgröße ab. Klebebandrollen, 6 Stück, 48 x 66 mm kosten € 21,00, also € 3,50 pro Rolle. Der Karton mit 36 Klebebandrollen, 48 x 66 mm kostet € 108,00, also € 3,00 pro Rolle. Das sind 50 Cent pro Rolle Unterschied und 18 Euro für den ganzen Karton – vorausgesetzt, du verbrauchst tatsächlich alle 36 Rollen und kannst sie trocken lagern. Wenn du außerdem sichtbar machen möchtest, dass ein Karton verschlossen geblieben ist, gibt es VOID-Sicherheitssiegel-Aufkleber, 60 Stück für € 9,95.

Wann du besser nichts kaufst

Es gibt drei Situationen, in denen du die Anschaffung besser aufschiebst. Die erste ist eine Hochsaison von ein paar Wochen: Wenn du dieses Volumen nur im November und Dezember erreichst, rechne mit dem Jahresdurchschnitt und nicht mit der arbeitsreichsten Woche. Die zweite ist Platzmangel; Werkzeug, das du jedes Mal aus einem Schrank holen musst, wird nicht benutzt. Die dritte ist Verbrauchsmaterial, das du nicht standardmäßig auf Lager hast: Ein Preisauszeichner ohne Etiketten oder ein Siegelgerät ohne Klebeband ist ein teurer Briefbeschwerer.

Du möchtest dich weiter umsehen? Die Preisauszeichner und Etiketten sowie die Scheren und Messer findest du jeweils zusammen. Klebeband und Abroller gibt es in der Kollektion Klebeband, und das komplette Sortiment für deinen Packtisch findest du unter Verpacken & Versenden. Wenn du nicht sicher bist, welche Variante zu deinen Mengen passt, schick deine Situation gern per E-Mail an info@verpakkingdeals.nl – dann rechnen wir es gemeinsam durch.