Kein Drucker zu Hause? So machst du dein Paket trotzdem versandfertig
22 August 2026

Du hast etwas verkauft, etwas muss zurück oder du möchtest ein Geschenk verschicken — und dann stellt sich heraus, dass der Drucker leer ist, kaputt oder gar nicht vorhanden. Das ist für viele Menschen der Moment, in dem das Paket eine Woche lang im Flurregal steht. Dabei liegt das Problem nicht an dem Karton, sondern an diesem einen A4-Blatt.
Gute Nachrichten: Ein Versandetikett auf Papier ist längst nicht mehr der einzige Weg. Und den Rest des Pakets — Karton, Füllmaterial, Klebeband, Adresse — kannst du ganz einfach selbst vorbereiten. Nachfolgend erfährst du, was du brauchst, in welcher Reihenfolge du vorgehst und wo es meistens schiefgeht.
Zuerst die Frage: Brauchst du überhaupt ein Etikett?
Bei den meisten niederländischen Versanddienstleistern kannst du heutzutage eine Sendung online anmelden und bezahlen, ohne selbst etwas auszudrucken. PostNL bietet beispielsweise eine Online-Frankierung an, bei der du keinen Drucker benötigst, und mit Scan & Go bringst du ein Paket zu einem Paketshop, in dem das Etikett vor Ort erstellt wird. Die genauen Bedingungen, Formate und Tarife findest du auf postnl.nl und sie ändern sich regelmäßig, also schau dort kurz nach, bevor du das Haus verlässt.
Was du in der Praxis meistens dabei hast, ist ein Code auf deinem Smartphone. Achte darauf, dass dein Bildschirm hell genug eingestellt ist und dass du den Code offline anzeigen kannst — in vielen Geschäften und Paketshops ist der Mobilfunkempfang schlecht. Ein Screenshot ist dann praktischer als ein Link, der neu geladen werden muss.
Erhältst du eine Rücksendung, die der Webshop selbst organisiert? Dann ist oft schon ein QR-Code oder Rücksendeaufkleber bei der ursprünglichen Bestellung dabei. Schau also zuerst in den Karton, bevor du selbst etwas anfertigst.
Der Karton: Wähle nach dem Inhalt, nicht nach dem, was zufällig da steht
Ein Paket, das klappert, kommt beschädigt an; ein Paket, das zu groß ist, kostet unnötig Geld. Miss dein Produkt aus (Länge, Breite, Höhe) und rechne pro Seite ein bis zwei Zentimeter Füllmaterial hinzu. Das ist dein Innenmaß.
Für flache, leichte Dinge — Kleidung, Bücher, kleine Elektronik — ist ein Briefkastenpaket oft der günstigste Weg, weil die Sendung dann nicht als Paket versendet werden muss. Der recycelte Briefkastenkarton 180 x 115 x 28 mm (A6) im 100er-Pack kostet 17,95 € und ist für kleine Artikel gedacht; die A5+-Variante mit 255 x 160 x 28 mm kostet 24,00 € und passt für etwas größere flache Sendungen. Diese Packs sind nur sinnvoll, wenn du häufiger versendest — für eine einzige Sendung ist ein einzelner Karton logischer.
Hast du ein kompakteres oder höheres Produkt? Dann eignet sich ein Würfelkarton besser als ein flacher Karton. Der weiße Kartonversandkarton 15x15x15 cm kostet 1,99 € pro Stück und hat normale Klappverschlüsse, sodass du ihn ganz normal mit Klebeband verschließen kannst. Für etwas Kleines und Flaches ist der rote Versandkarton 15 x 10 x 4 cm für 1,99 € eine schöne Option, wenn das Paket auch wie ein Geschenk aussehen soll.
Für weiche, unzerbrechliche Dinge kann ein gepolsterter Umschlag ausreichen. Die Metallic-Luftpolsterumschläge 22x17 cm in 3 Farben kosten 0,90 € pro Stück; für größere Inhalte gibt es die Variante mit 33 x 23 cm für 0,80 €. Achtung: Gepolsterte Umschläge schützen vor Reibung und leichten Stößen, nicht vor Stapeldruck. Eine Tasse gehört nicht hinein.
Die Adresse ohne Drucker: Schreiben ist erlaubt, aber richtig
Wenn der Versanddienstleister das Etikett erstellt, musst du selbst nichts schreiben. Aber in zwei Situationen kommt der Stift trotzdem zum Einsatz: bei einer Sendung, bei der du selbst die Adresse anbringen musst, und als zusätzliche Sicherheit für den Fall, dass ein Etikett sich löst.
Schreibe die Adresse mit einem Permanentmarker, nicht mit einem Kugelschreiber oder einem wasserbasierten Filzstift. Karton ist porös und Regen auf einem Sortierband ist keine Theorie. Ein Set wie die Permanentmarker 5 Stück in 3 Farben kostet 4,95 €; die Top Write Permanentmarker 5 Stück kosten 4,00 €. Ein Marker ist auch praktisch, um die Adresse auf der Innenseite des Kartons zu notieren — wenn die Außenseite unleserlich wird, weiß der Versanddienstleister beim Öffnen trotzdem, wohin es gehen muss.
Praktische Regeln beim Schreiben: Verwende Großbuchstaben, halte mindestens zwei Zentimeter Abstand zu Falten und Rändern und schreibe niemals über Klebeband. Tinte haftet schlecht auf Klebeband und verwischt. Streiche alte Adressen und alte Barcodes von einem wiederverwendeten Karton vollständig ab — ein Scanner liest einen alten Code genauso gut wie einen neuen, und dann reist dein Paket an den vorherigen Bestimmungsort.
Verschließen: Klebeband, Füllmaterial und ein Siegel
Die Naht, die du mit Klebeband verschließt, ist die Stelle, an der ein Paket als Erstes aufgeht. Klebe die Mittelnäht und beide kurzen Seiten zu — die H-Methode. Eine Rolle Verpackungsband reicht weiter, als du denkst: das KINZO Verpackungsband 50 Meter x 48 mm kostet 3,00 € und reicht für Dutzende Kartons. Wenn du regelmäßig versendest, sind die Klebebandrollen 6 Stück 48x66mm für 21,00 € günstiger pro Meter. Ein Kinzo Klebebandspender mit 2 Rollen kostet 9,95 € und spart vor allem Zeit und das Herumfummeln mit dem Rand der Rolle.
Füllmaterial ist kein Luxus. Platz im Karton bedeutet, dass sich der Inhalt bewegt, und Bewegung ist das, was Dinge zerbricht. Eine Luftpolsterfolie Rolle 500 mm x 500 m kostet 12,95 € und reicht vorerst — schneide ab, was du brauchst, und bewahre die Rolle trocken auf, sonst klebt sie an sich selbst.
Wenn du etwas verschickst, bei dem du sehen möchtest, ob es unterwegs geöffnet wurde, helfen die Sicherheitsverschluss-Aufkleber VOID - 60 Stück für 9,95 €: Sie hinterlassen beim Entfernen eine sichtbare Spur. Praktisch beim Verkauf an Unbekannte, wo Diskussionen über den Inhalt entstehen können.
Was meistens schiefgeht
Vier Fehler begegnen dir am häufigsten. Der erste: Das Paket wird mit falschen Maßen oder einem falschen Gewicht angemeldet, sodass es bei der Abgabe abgelehnt wird. Wiege und messe, bevor du online frankierst, nicht danach.
Der zweite: Der Code steht in einer E-Mail, die du am Abgabepunkt nicht öffnen kannst. Speichere ihn lokal ab.
Der dritte: Das Paket ist ordentlich verpackt, aber niemand hat es aufgeschnitten, ohne das Produkt zu berühren. Wenn du selbst Pakete öffnest, verwende ein Messer mit kurzer Klinge — ein gelbes Set mit 8 Lager-Messern kostet 4,95 € und genau diese grelle Farbe ist der Grund, warum du es wiederfindest.
Der vierte: Dokumente, die lose in einem Karton mitreisen und knicken. Ein Set mit A4-Umschlägen 229 x 324 mm - 10 Stück kostet 4,00 € und hält Papier glatt.
Ein kleiner Vorrat erspart jedes Mal Ärger
Wer ein paar Mal im Jahr etwas versendet, kommt mit einer Handvoll Kartons in zwei Größen, einer Rolle Klebeband, einem Marker und einem Stück Luftpolsterfolie aus. Das passt auf ein Regal und kostet zusammen weniger als ein spontaner Kauf im ersten Laden, der gerade offen hat, wenn es eilig ist.
Du möchtest sehen, was für deine Sendungen geeignet ist? Schau unter Verpacken & Versenden nach Kartons und Füllmaterial, unter Briefkastenverpackungen nach flachen Sendungen, unter Klebeband nach Rollen und Spendern und unter Umschläge nach Papier- und gepolsterten Varianten. Du bist dir nicht sicher, welche Größe zu deinem Produkt passt, dann sende die Maße und das Gewicht an info@verpakkingdeals.nl — dann überlegen wir mit, welche günstigste Kombination ganz sicher ankommt.
